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Schnittstellen Geowebservices

Die Stadt Wien bietet im Rahmen des Open Government Data Portals Geodaten der Wiener Stadtverwaltung in Form von Webservice Schnittstellen an. Diese Dienste sind ein wichtiger Bestandteil der ViennaGIS Geodateninfrastruktur und stellen das Bindeglied zwischen den eigentlichen ViennaGIS Geodatenbanken (jener Ort, wo die Geodaten der Wiener Stadtverwaltung originär gespeichert und aktualisiert werden) und den Applikationen (Anwendungen, die zur Visualisierung, Abfrage und Analyse verwendet werden) dar.

Diese Dienste sind, um in vielfältigen Anwendungen auf einfache Weise implementiert werden zu können, standardisiert und unterscheiden sich in deren Eigenschaften und Funktionalitäten.
Die Stadt Wien stellt folgende Webservices auf Basis der Open Geospatial Consortium (OGC) Standardisierung bereit:

Web Map Tile Service (WMTS)

Darstellungsdienst GIS-Inhalte nach OGC-Standard WMTS 1.0.0

Das Web Map Tile Service ist ein Dienst, um Geodaten kachelbasiert hoch performant bereitzustellen. Er wird daher in der Regel überall dort verwendet, wo ein extrem schneller Kartenaufbau erforderlich ist beziehungsweise mit extrem hohen Zugriffszahlen zu rechnen ist. Technologisch greift der WMTS auf sogenannte Bildpyramiden zu. Diese bestehen aus, für konkrete fix vorgegebene Zielmaßstäbe vorgenerierte, Millionen von Bildkacheln; in der Regel mit einer Kachelgröße von 256×256 Pixeln. Die Kartenanwendung greift auf diese im Regelfall vorgenerierten Bildkacheln direkt zu, die Kartenvisualisierungsgeschwindigkeit wird maximiert. Da diese Kacheln 1:1 in den Anwendung visualisiert werden, müssen die Bildpyramiden bereits in der Zielkartenprojektion (z.B. entweder Web Mercator Auxiliary Sphere oder Gauß-Krüger Projektion) vorliegen.
Die Stadt Wien stellt im Rahmen von Open Government Data die Bildpyramiden für die Grundkarten Orthofoto, Flächenmehrzweckkarte sowie Beschriftung auf Basis der Web Mercator Auxiliary Sphere (und damit kompatibel zu allen gängigen Earth Viewern wie Google Maps, Bing Maps sowie OpenStreetMap) bereit.

Web Map Service (WMS)

Darstellungsdienst GIS-Inhalte nach OGC-Standard WMS 1.1.1

Das Web Map Service ist ein Dienst, um Geodaten kartenbasiert direkt aus einer Geodatenquelle abzurufen. Mit Hilfe der vielfältigen WMS Parameter steuert Anwender/Programmierer, welche Geodaten in welcher Auflösung und welchem Kartenausschnitt abgerufen werden. Ebenso festgelegt wird Zielformat und Zielkartenprojektion. Der WMS ist demzufolge sehr flexibel und ermöglicht daher sehr hohe Gestaltungsfreiheiten. Der Vorteil liegt auch darin, dass die mittels WMS abgerufenen Kartenausschnitte immer auf der Aktualität der Originaldatenquelle basieren. Das Ergebnis eines WMS ist immer ein Rasterbild, auch wenn die Ausgangsdaten originär im Vektorformat vorliegen. Zu beachten ist, dass der WMS Zugriff aufgrund der Berechnung des Ergebnisbildes in Echtzeit, relativ hohe Anforderungen an die Webservice Infrastruktur und die vorgelagerten Geodatenbanken stellt und daher nur bedingt für hoch performante Massenzugriffe geeignet ist.

Web Map Service (WMS) – GeoServer

Darstellungsdienst GIS-Inhalte nach OGC-Standard WMS 1.3.0 mit SLD Unterstützung

Liefert eine Kartendarstellung von GIS-Daten der Stadt Wien im aktuellen Stand der Datenbank. Die Darstellung kann beim Abruf mittels Styled Layer Descriptor (SLD) im Rahmen dieses OGC-Standards frei definiert werden. Es stehen neben der Ausgabe in verschiedenen Bildformaten noch weitere Ausgabeformate, wie z.B. KML zur Verfügung.

Web Feature Service (WFS)

Downloaddienst GIS-Inhalte nach OGC-Standard WFS 1.1.0

Das Web Feature Service ist ein Dienst, um Geodaten (im Vektorformat) in ihrer Originalausprägung abzurufen. Konkret bedeutet das, dass die Geodaten nicht in „dumme“ Rasterbilder übersetzt werden, sondern sowohl die Koordinaten als auch die Attribute dieser Geodaten in einer strukturierten Form (in der Regel auf Basis standardisierter XMLTags, z.B. im Dateiformat Geography Markup Language, GML) übermittelt werden.
Dieser Dienst maximiert den Gestaltungsspielraum der Weiterverwendung der Geodaten. Beim Abrufen von sehr großen Geodatenbeständen bedarf es aufgrund der rasch anwachsenden und zu übertragenden Datenmenge intelligenter Filter. Sollen die mittels WFS abgerufenen Geodaten kartographisch visualisiert werden, muss eine entsprechende Visualisierungsvorschrift erstellt werden, da die kartographische Repräsentation nicht Bestandteil der WFS Spezifikation ist. Der WFS eignet sich daher ideal zum Abfragen von zu den Geodaten gespeicherten Informationen/Attributen beziehungsweise zum Herunterladen eines Geodatensatzes.

Download bei großen Geodatenbeständen

Bei sehr großen Geodatenbeständen wie beispielsweise der Realnutzungskartierung oder dem Baumkataster sind die bei der Datensatzbeschreibung angeführten Links zu den Downloadservices mit Parametern versehen, die nur einen kleinen Testausschnitt des eigentlichen Datensatzes abdecken. Beim Baumkataster ist dies beispielsweise der Parameter „maxfeatures=5“, bei der Realnutzung der Parameter der Gebietsausdehnung „BBOX“ (Bounding Box), der nur auf einen kleinen räumlichen Ausschnitt von Wien gesetzt ist.

Besteht der Wunsch den gesamten Bestand von Wien herunterzuladen, müssen diese Parameter vom Anwender in der URL modifiziert werden. Konkret ist der Parameter „maxfeatures“ wegzulassen bzw. die „BBOX“ auf die Ausdehnung von gesamt Wien zu setzen. Konkretes Beispiel um Realnutzung 2005 von gesamt Wien als KML herunterzuladen:

Die URL dafür lautet (modifizierter BBOX-Parameter):

http://data.wien.gv.at/daten/geoserver/ows?
version=1.3.0&service=WMS&request=GetMap

&crs=EPSG:4326

&bbox=48.115,16.177,48.325,16.582

&width=1&height=1&layers=ogdwien:REALNUT2005OGD

&styles=&format=application/vnd.google-earth.kml+xml

Implementierungsvorschlag für eine Web-Applikation

Copyright: MA 14 - ViennaGIS; Drei Kartenlayer übereinander - WMTS, WMS, WFS

  • 1. Mittels WMTS wird die Orientierungsgrundkarte performant bereitgestellt.
  • 2. Mittels WMS werden die kartographisch darzustellenden Geodaten als Kartenlayer ein- bzw. ausgeblendet.
  • 3. Mittels WFS können die Eigenschaften der Geodaten abgerufen und weiterverarbeitet werden.

 

 

 

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