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Koordinaten – Umrechnung in verschiedene Systeme

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung von globalen Betrachtungsweisen müssen Geodaten, die oftmals in landesspezifischen Koordinatensystemen vorliegen, in ein einheitliches europa- bzw. weltweites Bezugssystem (WGS84) transformiert werden.
Im neuen geoland.at Viewer steht ein entsprechendes Koordinaten-Transformations-Service zur Verfügung.

Im folgenden einige Hinweise zu den Koordinatensystemen:

  • Die Wiener Geodaten liegen im System MGI, GK M34 vor (EPSG:31256).
  • Die „klassischen“ GPS-Koordinaten (so wie diese defaultmäßig von jedem handelsüblichen GPS-Empfänger angezeigt werden) werden üblicherweise im Bezugssystem WGS84 in Geographischer Länge und Geographischer Breite angegeben (EPSG:4326).
  • Für eine einheitliche Projektion von Geodaten in die Kartenebene forciert die Stadt Wien im Rahmen von Open Government Data den Web-Standard: Web Mercator Auxiliary Sphere (EPSG:3857).
  • Im Rahmen von INSPIRE (und damit für alle Geodaten der europäischen Verwaltung) hat die EU das neue Bezugssystem ETRS89 mit der Koordinatenprojektion UTM vorgeschrieben.

Warum verschiedene Bezugssysteme? Ein Rückblick

Die Erde ist in der ersten Annäherung eine Kugel mit einem Radius von 6370 Kilometer. Will man diese Kugel oder Teile davon auf einem Blatt Papier, einer Karte, darstellen, so sind zwei Schritte durchzuführen: Verkleinern und Plattdrücken. Das ist Aufgabe der Kartenprojektion, es gibt winkeltreue oder flächentreue Abbildungen oder Abbildungen, die einzelne Regionen optimiert darstellen. Nun ist die Erde aber keine Kugel, sondern infolge Erdrotation und unterschiedlicher Masseverteilung nur ein „kugeliges Etwas“, das sich geometrisch durch ein an den Polen abgeplattetes Rotations-Ellipsoid ganz gut beschreiben lässt.

In Zeiten vor Globalisierung und einem geeinten Europa haben die einzelnen Landesvermessungen jeweils für ihr Landesgebiet ein bestanschließendes Ellipsoid errechnet und zur Basis ihrer Koordinatenbezugssysteme gemacht. Das erklärt die Vielzahl an unterschiedlichen Bezugssystemen, die ein Zusammenführen von Geodaten für globale Betrachtungsweisen verkompliziert.
(Nach wie vor stützt sich das Österreichische Landeskoordinatensystem auf das Bezugssystem MGI des k.u.k. Militär-Geographischen Institutes, Ellipsoid: Bessel, Projektion: Gauß-Krüger)

Mit dem Aufkommen der GPS Satelliten wurde es erforderlich, die gesamte Erde in einem neuen einheitlichen Bezugssystem zu beschreiben, dem WGS84. Mittels GPS konnte nun erstmals jeder Punkt der Erde – auf Knopfdruck – exakt bestimmt werden. Die neuen globalen Standards betreffend Bezugssystem und Abbildung ermöglichen die Zusammenschau und Kombination aller Geodaten weltweit.

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