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Mut zu neuen Wegen

copyright: Donau-Universität Krems; Campus der Donau Universität KremsIn der Stadt Wien wurden in den letzten Jahren zahlreiche Anstrengungen im E-Government unternommen: 600 Verfahren werden im Virtuellen Amt der Stadt Wien beschrieben, wovon mittlerweile über 180 elektronisch abgewickelt werden können. Dieser Weg soll beibehalten werden, um auch in Zukunft optimale E-Government Services für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft bieten zu können. Wien will auch weiterhin digitale Vorreiterin bei der Umsetzung von E-Government Services sein.

Ausgehend von einer Generation, für die der Umgang mit digitalen Medien selbstverständlich ist, müssen die öffentlichen Verwaltungen Mut zu neuen Wegen aufbringen, um gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern an der Verwaltung der nächsten Generation zu arbeiten.

Evaluation der Open Data Umsetzung der Stadt Wien

Im Sommer 2012 wurde eine breitangelegte Studie durch die Donau-Universität Krems in Auftrag gegeben. Untersucht wurde, inwieweit die politischen Ziele von Open Data und ein entsprechender gesellschaftlicher Mehrwert in den verschiedenen Zielgruppen wahrgenommen wird. Die Studie wurde am 28. März 2013 im Rahmen der Open Government Data Plattform Wien präsentiert.

Untersuchungsbereiche

Zum Zeitpunkt der Studie befand sich das OGD-Projekt der Stadt Wien in der siebten Veröffentlichungsphase und bot 137 Datensätze mit Stand 10. September 2012 an.

Untersucht wurde, inwieweit die politischen Ziele im Sinne der Außen- und Innenwahrnehmung erreicht wurden und ein entsprechender gesellschaftlicher Mehrwert in den verschiedenen Zielgruppen wahrgenommen wird. Dazu wurde eine Ex-Post-Evaluierung der Umsetzung der Open Government Data (OGD)-Strategie der Stadt Wien vorgenommen, welche auf Basis von qualitativer Interviews und Online-Befragungen durchgeführt wurde.

Als Zielgruppen wurden BürgerInnen, Wirtschaft, Forschung, ApplikationsentwicklerInnen, JournalistInnen und die interne Wiener Stadtverwaltung ausgemacht. Genderaspekte, Fragen nach kostenloser und kostenpflichtiger Publikation, Mittelaufwand sowie spezifisches Nutzungsverhalten (Wünsche, Erwartungen oder Kritik) wurden gesondert berücksichtigt. Die OGD-Evaluierung versteht sich als Teil der Evaluierung der Open Government Strategie der Stadt Wien.

Ergebnisse

Die Anwendungen und Entwicklungen, die durch den Open Data Katalog möglich sind, werden in der Studie als besonders positiv hervorgehoben. Weiters werden der Mehrwert für die Stadt sowie die vielfältigen Anreize für Wirtschaft und Arbeitsplätze, die sich durch innovative Entwicklungen ergeben, genannt. Als Handlungsableitungen schlagen die Autorinnen und Autoren weitere Schritte in Richtung Open Government vor. Geprüft werden soll, inwieweit es möglich ist, auf der Open Data Plattform Werkzeuge zur Datenverarbeitung zu Verfügung zu stellen. Außerdem wird auch der weitere Ausbau von Förderungen im Kreativbereich als auch die spezifische Förderung von Frauen empfohlen.

Stadträtin Sandra Frauenberger, zuständig für Informations- und Kommunikationstechnologie:

Mehr als 170 veröffentlichte Datensätze und 80 Apps und Visualisierungen sind ein großer Erfolg für Open Government Data Wien. Ziel der Studie war es, zukünftige Entwicklungen nahe an den Bedürfnissen der NutzerInnen gestalten zu können. Besonders erfreut sind wir darüber, dass ein Mehrwert durch ein modernes Erscheinungsbild der Stadt erreicht werden konnte.

Die Resultate und Handlungsempfehlungen werden der Verwaltung Wiens helfen, ihr Open Government Angebot zu optimieren. Die Erkenntnisse und Empfehlungen können auch über Wien hinausgehend relevant sein.

Open Government Roadmap 2013

Die Open Government Roadmap 2013 stellt die Open Government Ziele und die Maßnahmen zur deren Erreichung dar. Folgende Ziele sind gesetzt:

  1. Nachhaltigkeit und Nutzensteigerung durch öffentlichen Mehrwert und Wirksamkeit
  2. Synergien durch Integriertes Datenmanagement
  3. Verringerung des Geschlechterungleichgewichtes
  4. Weiterentwicklung von OGD zu OG
  5. Zielgruppengerechte Ausweitung des Datenangebots – von OGD zu OD
  6. Zielgruppenorientierte Ausbildung
  7. Zielgruppenspezifische Öffentlichkeitsarbeit und Anwendungsinitiativen

Der Start von Open Data in Wien

Der wichtigste Startpunkt am Weg zu Open Government Wien war das rot-grüne Regierungsübereinkommen vom November 2010, das ein deutliches „Ja“ zu Open Government verankert hat. Die Stadt hat die Umsetzung mit der Veröffentlichung des Open Data Portals im Mai 2011 gestartet. Wien war mit dieser Initiative die erste Stadt im deutschsprachigen Raum. Dafür hat sie zahlreiche internationale Preise erhalten. Wien bringt sich aktiv in der Cooperation OGD Österreich und im Raum D-A-CH-LI (Deutschland-Österreich-Schweiz-Liechtenstein) ein. Im Magistrat wurden Open Data Prozesse aufgesetzt, um die nachhaltige Verankerung im Verwaltungshandeln zu erreichen.

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